Was Sie tun können, um Ihren Club LGBTQ+-freundlicher zu machen

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Grant Godino (Mitte vorne), Präsident elect der LGBT Rotarians and Friends Fellowship, mit Mitgliedern der Fellowship und Freunden

Von Grant Godino, Präsident elect der LGBT Rotarians and Friends Fellowship und Mitglied des Rotary Clubs Strathmore, Australien

 Als ich begann, meine Ideen, Ansichten und Geschichten über die Inklusion von LGBTQ+ (Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transsexuellen und geschlechtsdiversen Menschen, Queers und Unentschiedenen) in Rotary einzubringen, sagten viele unserer Amtsträger zu mir: „Wir sind ein anständiger Club/Distrikt. Bei uns gibt es keine schlechten Mitglieder. Wir haben also kein Problem. Richtig?“ Ich habe auch Dinge gehört wie „Warum kümmert sich Rotary um etwas so Politisches“ und „In meiner Nachbarschaft gibt keine Homosexuellen“. Diese Kommentare zeugen von einer gewissen Ignoranz. Dennoch geben sie uns die Möglichkeit zum Gespräch und zur Aufklärung von Vorurteilen.

LGBTQ+-Rechte sind Menschenrechte. Auch wenn Vielfalt, Gleichbehandlung und Inklusion (Diversity, Equity, and Inclusion, DEI) in den letzten zehn Jahren für Rotary immer wichtiger geworden sind, werden viele LGBTQ+-Mitglieder leider weiterhin in unseren Clubs diskriminiert. Für echte Inklusion ist ein wertschätzender Umgang der Mitglieder und Amtsträger im Cluballtag ebenso wichtig wie organisatorische Richtlinien oder formale Prozesse. Hier einige Vorschläge, wie Sie Ihren Club und Rotary als Ganzes für die LGBTQ+-Gemeinschaft inklusiver machen können:

Beginnen Sie mit Gesprächen

Um die Herausforderungen für LGBTQ+ zu verstehen, empfiehlt es sich für Amtsträger auf allen Ebenen (Club, Distrikt, Zone und international), sich damit auseinanderzusetzen, was es bedeutet, LGBTQ+ und Rotary-Mitglied zu sein. Zu diesem Zweck kann Folgendes nützlich sein:

  • Bitten Sie eine lokale LGBTQ+-Organisation, in Ihrem Club einen Vortrag zu halten.
  • Laden Sie einige der von der LGBT Rotarians and Friends Fellowship entwickelten Informationsmaterialien herunter und erörtern Sie sie.
  • Nehmen Sie mit der LGBT Rotarians and Friends Fellowship Kontakt auf und laden Sie die Mitglieder zu einem Gespräch in Ihren Club ein

Sobald Sie diese Diskussion clubintern als auch mit den Menschen in Ihrer Heimatgemeinde führen, werden Sie vielleicht feststellen, dass es an jedem Ort LGBTQ+ gibt, vielleicht sogar bereits in Ihrem Club.

Zeigen Sie Flagge in der Öffentlichkeit

Es ist wichtig, sichtbare Offenheit zu demonstrieren und ein Zeichen zu setzen, dass der Club LGBTQ+ bei sich willkommen heißt. Folgende Ideen können dabei helfen:

  • Kleine Gesten wie das Anbringen einer Regenbogenfahne am unteren Rand Ihrer Website, die Verwendung des Regenbogenherz-Logos der LGBT Rotarians and Friends Fellowship auf Veranstaltungsflyern oder größere Zeichen wie die Publikation von Rotarys Grundsatzerklärung zu DIE auf der Clubwebseite signalisieren, dass wir alle Menschen akzeptieren.
  • Bitten Sie die Mitglieder, die Pronomen auf Namensschildern bei Clubtreffen und in E-Mail-Signaturen anzugeben, die sie für sich bevorzugen. Dies signalisiert Unterstützung für die LGBTQ+-Gemeinschaft und macht auf die Bedeutung der Verwendung der individuell bevorzugten Pronomen Außerdem verringert das die Wahrscheinlichkeit, dass Transsexuelle oder geschlechtsdiverse Menschen gender-bezogen falsch zugeordnet werden.

Unterstützung von Projekten, die sich mit Kernthemen der LGBTQ+-Community befassen

Wenn Sie Ihr nächstes Projekt planen, berücksichtigen Sie Themen wie HIV/AIDS-Behandlung und
-Prävention, Fragen der psychischen Gesundheit und Obdachlosigkeit von LGBTQ+ oder die Verhinderung von Gewalt gegen LGBTQ+.                                     

Unterstützung der LGBT Rotarians and Friends Fellowship

Die LGBT Rotarians and Friends Fellowship widmet sich der Förderung von Freundschaft, Dienstbereitschaft und Bildung auf der ganzen Welt mit dem Ziel, eine inklusive, verständnisvolle und einladende Gemeinschaft zu schaffen, guten Willen und Frieden zu fördern und für eine Welt einzutreten, in der Menschen aus der LGBTQ+-Community fair und gleichberechtigt behandelt werden.

DEI ist komplex, und Rotary macht große Fortschritte. Wir haben begonnen, uns mit Geschlechter-, Generationen- und kultureller Vielfalt auseinanderzusetzen. Es gibt noch andere Aspekte, die wir diskutieren müssen, darunter LGBTQ+, Behinderung und indigene Bevölkerungsgruppen sowie mögliche Überschneidungen dieser Identitäten. Ich freue mich über unsere Fortschritte und ermutige alle, die LGBT Rotarians and Friends Fellowship, Amtsträger und die Distriktbeauftragten für Mitgliedschaft anzusprechen und die Diskussion fortzusetzen.

Grant Godino (er/ihn) ist der Gründungspräsident von Gateway Rotaract, Mitglied des Rotary Clubs Strathmore (Australien) und Präsident elect der LGBT Rotarians and Friends Fellowship. Grant identifiziert sich als schwuler, männlicher Cis-Gender und lebt mit seinem Partner Lee (er/ihn) (ebenfalls Rotarier) in einem nördlichen Vorort von Melbourne.


Weitere Informationen

Drittes Geschlecht in der Sprache – Wie rede ich am besten mit Non-Binarys?

Das Pronomen ist frei vom Körper – aber es ist nicht frei vom Geschlecht (Der Tagesspiegel)

trans. inter*. nicht-binär. Hintergrundinformationen (Arbeitskreis für Gleichbehandlungsfragen, Österreich)

Cis-Gender

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