Was Rotary rund um den Globus für die Umwelt tut

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Von Rotary International, Global Communications

Bereits seit Langem setzen sich Rotary Clubs und ihre Mitglieder weltweit mit Projekten und Initiativen für den Erhalt unserer Umwelt ein. Ab Juli gehört der Umweltschutz nun auch offiziell zu unseren Schwerpunktbereichen. Rotary-Mitglieder haben damit die Möglichkeit, größere Umwelt-Projekte durchzuführen und dafür Mittel von der Foundation zu beantragen. Welche Rotary- und Rotaract-Aktionen in Sachen Umwelt bereits jetzt schon auf der ganzen Welt laufen, erfahren Sie hier…

Korea: Rotaract-Mitglieder machen mobil gegen Plastikmüll

KoreaDie Rotaracter des Distrikts 3690 in Südkorea starteten das Projekt „Clean Earth, Clean Us“ (Saubere Erde, saubere Menschen), um auf die zunehmende Menge an Plastikmüll aufmerksam zu machen, die durch die COVID-Restriktionen und die Arbeit von zu Hause aus verursacht wird. Zuerst entschieden sie sich, ein kurzes und lustiges „Web-Drama“ zu erstellen, um die gravierenden Probleme zu verdeutlichen, die durch Plastikmüll verursacht werden. Teil des Videos ist auch eine Quizshow zu richtiger Mülltrennung. Außerdem stellten sie ein Webinar zusammen, das zeigt, wie man Plastikflaschen zu Blumentöpfen umfunktioniert. Sie können das Web-Drama und die Videoanleitung zu den Plastikflaschen-Blumentöpfen auf YouTube ansehen: https://www.youtube.com/channel/UCEtZD-le_VnhuBrUs8be6IA

Italien: Virtueller Rotary-Wettlauf

ItalienAnlässlich des Internationalen Tages der Erde und um die Einführung des neuen rotarischen Umweltschwerpunktbereichs zu feiern, starteten Rotary-Mitglieder aus zwei Distrikten in Italien vom 21. März bis 21. Juni 2021 einen virtuellen Lauf. Jede/r kann teilnehmen. Dazu muss man nur die App herunterladen und draußen eine Strecke im Gehen, Joggen oder per Rad zurücklegen. Die App addiert die zurückgelegten Kilometer und berechnet die CO2-Einsparung im Vergleich zum Auto. Die Teilnahmegebühr geht komplett an die Rotary Foundation. Außerdem wird ein Preis in Höhe von 500 Euro zu Gunsten eines Umweltprojekts für das Rotary- oder Rotaract-Team vergeben, das die meisten Kilometer zurücklegt. Hier können Sie sich über die Initiative informieren und die App herunterladen: https://www.rotarianvirtu1alrun.it/en/

Brasilien: Natur bewahren und Einkommen sichern

BrasilienIn der halbtrockenen Region im Nordosten Brasiliens kämpfen Kleinbauern damit, Umweltschutz und Landwirtschaft unter einen Hut zu bekommen. Um ihre Familien ernähren und das für ihren Lebensunterhalt nötige Einkommen zu erzielen, sind sie auf ertragreiche Ernten angewiesen. Mitglieder des Rotary Clubs Maceió-Farol entwickelten das Projekt „Planting Agroforests“, das den Anbau von Feldfrüchten mit der Anpflanzung einheimischer Bäume verbindet. Dies ermöglicht eine höhere Produktivität, sichert die nachhaltige Nutzbarkeit des Bodens und beschert den Bauern ein höheres Einkommen durch Einnahmen aus den Ernteüberschüssen, die sie auf lokalen Märkten verkaufen. Das Projekt erhielt eine Finanzierung von 33.500 USD und kommt 60 Familien in einer der ärmsten Regionen des Landes zugute.

Japan: Stadtbegrünung – „Green Promenade Project“

Env_Japan_Midori Sanpo_1Der Rotaract Club Nagoya Central arbeitete mit Rotary-Mitgliedern in Aichi zusammen, um die Stadt Nagoya zu „begrünen“. Juliette Kobayashi, eine Rotaracterin, die das Projekt leitete, war aufgefallen, dass es im Sommer in der Stadt immer extrem heiß war und dass es nur wenig Pflanzen gab. So fasste sie den Plan, Bäumen zu pflanzen, um die Stadt „abkühlen“. Die Bäume verbessern die Luftzirkulation, spenden mehr Schatten und reduzieren gleichzeitig Lärm und Luftverschmutzung. Juliette Kobayashi und ihre Mitstreiter/Innen gewannen die Ausschreibung für ein „Rotary-Rotaract-Gemeinschaftsprojekt mit Schwerpunkt Umwelt“ und sicherten sich eine Spende von 180 Setzlingen. Stadt- und Regierungsbeamte halfen ihnen, den Standort für die Bäume zu bestimmen und warben für das Projekt. 42 Rotaract- und 43 Rotary-Mitglieder packten schließlich mit an und brachten die Setzlinge in die Erde – sie säumen jetzt Straßen in der Nähe des Bahnhofs, an Schulen und bei einem Einkaufszentrum.

Mauritius: Katastropheneinsatz für den Meeresschutz

Ende Juli 2020 lief die Wakashio mit 4.000 Tonnen Öl an Bord vor Mauritius auf ein Riff auf. Das Schiff sank und zerschellte einige Wochen später in diesem Meeresschutzgebiet. Die Rotary Clubs Rose-Belle und Mahébourg mobilisierten Mitglieder aus den eigenen Reihen und aus anderen Clubs und halfen bei der Eindämmung der Katastrophe am Esny Point. Um die Ausbreitung des Ölteppichs zu verhindern, bauten Rettungskräfte rund um die Uhr mit Zuckerrohrstroh gefüllte Hanfsperren zusammen. Die Rotary-Mitglieder versorgten die Teams mit Essen und Getränken. Außerdem organisierten sie eine Haar-Sammelaktion bei Friseursalons; die Haare wurden in Socken gesteckt und zum Aufsaugen des Öls eingesetzt. Menschen von der ganzen Insel spendeten schließlich ihre Haare, um das Projekt zu unterstützen.

Deutschland: Motivation zur Unterstützung der Umwelt pflanzen

DEDer Rotaract Club Nürtingen rief das Projekt „Treety of Generations“ ins Leben, um Clubs auf der ganzen Welt zu motivieren, gerodete Gebiete wieder aufzuforsten und Bäume zu pflanzen. Zunächst suchten sie zwei Partnerclubs auf verschiedenen Kontinenten, die sich ebenfalls für die Umwelt engagieren wollten. Mit den Rotaract Clubs Cumbayá in Ecuador und MOP Vaishnav in Indien starteten sie dann ein Pilotprojekt, bevor sie schließlich ein größeres Team von Freiwilligen zusammenstellten, darunter Mitglieder aus den jeweiligen Zeitzonen, die über eine solide Wissensbasis verfügten und das Projekt über soziale Medien bewerben konnten. Trotz der Pandemie gelang es ihnen, Freiwillige zum Pflanzen von über 1.500 Bäumen zu motivieren. Mehr über die Initiative erfahren Sie auf LinkedIn und Instagram.

Guatemala: Öko-Öfen für 1.000 Familien

Ein traditionelles Holzfeuer zum Kochen produziert in einer Stunde genauso viel Rauch wie 400 Zigaretten. Da rund 3 Milliarden Menschen auf der Welt immer noch auf solche Feuer angewiesen sind – viele von ihnen im Haus – sterben laut Weltgesundheitsorganisation mehr Menschen an Luftverschmutzung in Innenräumen als an Malaria, Tuberkulose und HIV/Aids zusammen. Mitglieder der Rotary Clubs Guatemala del Este und Los Angeles, Kalifornien, USA, arbeiteten zusammen, um Familien zu helfen, die in San Lucas Tolimán, Guatemala, am südöstlichen Ufer des Atitlán-Sees leben. Der See, der die Haupttrinkwasserquelle für Gemeinden wie San Lucas Tolimán darstellt, ist zum Teil durch Regenwasserüberflutungen aus Gebieten, in denen Bäume als Brennmaterial für Kochfeuer gefällt wurden, stark verschmutzt. Im Rahmen des Projekts wurden 1.000 Familien mit Öko-Kochern ausgestattet, die nach außen entlüftet werden und die Menge des benötigten Feuerholzes um 70 Prozent reduzieren. Es wird erwartet, dass jeder Herd die Kohlenstoffemissionen um 3 bis 4 Tonnen pro Jahr reduziert.

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