Neue Clubmodelle überzeugen

Von Erin Maloney, Rotary Club District 5950 Ending Human Trafficking in Minnesota, USA, und Schwester von Mark Maloney, RI Präsident 2019/20

Bis zu diesem Sommer hatte ich nie wirklich darüber nachgedacht, einem Rotary Club beizutreten. Mein ganzes Erwachsenenleben lang habe ich mich ehrenamtlich engagiert – von der Bekämpfung häuslicher Gewalt bis zum Musikunterricht. Doch das traditionelle Modell von Rotary (mit wöchentlichen Treffen) hat mich einfach nicht überzeugt.

Als ich in der Türkei lebte, entwickelte ich ein Interesse am Engagement gegen Menschenhandel. Ich wollte etwas dagegen tun, dass Studentinnen aus dem Ausland gutgläubig in diese Falle geraten. Seit der COVID-19-Pandemie ist es jedoch schwieriger, gegen dieses Problem vorzugehen.

Attraktive Flexibilität

Zwischenzeitlich hatte ich bemerkt, dass Rotary sich veränderte. Es öffnete sich für eine „neue“ Art von Rotary-Mitgliedern – jemanden wie mich. Vielleicht gab es diese Gelegenheiten schon eine Weile, aber sie fielen mir zum ersten Mal auf, als ich an der Rotary Virtual Convention 2020 teilnahm. Ich sah drei Dinge, die mich zum Beitritt bewegten.

Beim ersten Plenum der Convention beeindruckte mich ein Video über die fiktive Stadt „Anytown“, in der mehr Rotary Clubs entstehen könnten, wenn statt des traditionellen Meeting-Modells andere Formen genutzt würden. Dadurch könnten sich mehr Menschen bei Rotary engagieren.

Fokussiertes Engagement

Beim zweiten Plenum wurde dann ein Beispiel für einen solchen nicht-traditionellen Rotary Club vorgestellt. Ich hatte keine Ahnung, dass solche Clubs bereits existieren. Die Mitglieder treffen sich nur zweimal im Monat, sonntags, in einem Café – mit ihren Kindern!

Schließlich schaute ich mir die virtuellen „Stände“ im Haus der Freundschaft auf der Convention genau an. Dort stieß ich auf RAGAS (Rotary Action Group Against Slavery) und beschloss, an einem „Zoom“-Treffen teilzunehmen, um mehr über die Arbeit der Gruppe zu erfahren. Ich war beeindruckt und erkundigte mich, ob es einen internationalen Rotary Club gibt, der sich gegen Menschenhandel engagiert. Die Gruppe vernetzte mich mit dem Rotary Club in Minnesota und seiner Präsidentin Karen Walkowski.

Vom Zaungast zum Mitglied

Und der Rest ist Geschichte. Ich bin jetzt seit drei Monaten Mitglied dieses Clubs und nehme zweimal monatlich an Treffen teil, online über Zoom. Während die Mehrheit der Mitglieder in den USA lebt, gibt es andere wie mich, die auf der ganzen Welt verteilt sind. Ich bin beeindruckt von der Arbeit und der Ausrichtung des Clubs.

Für mich hat es sich auf alle Fälle gelohnt, dass Rotary mehr Flexibilität bei den Club-Modellen eingeführt hat. Und ich bin überzeugt, für Rotary wird sich diese Entscheidung langfristig auch auszahlen.

Ein Gedanke zu „Neue Clubmodelle überzeugen

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s