Rotaracter stoßen Dialog über Vielfalt, Gleichbehandlung und Inklusion bei Rotary an

DEI big west rotaract screenshot

Von Janel Breen, Mitglied des Rotary Clubs Cupertino und des Rotaract Clubs Silicon Valley, Generalsekretär der Big West Rotaract Multi-District Informational Organization

Lassen Sie uns ein Spiel spielen. Ich bin Amerikaner. Welche Vermutung haben Sie gerade über mich? – Meine Eltern sind philippinische Einwanderer. Wie hat sich dieses Bild nun geändert?

Ohne uns dessen bewusst zu sein, stellen wir Vermutungen an über das wenige, was wir tatsächlich über einen Menschen wissen. Jeder hat Vorurteile. So hat uns unsere Gesellschaft geprägt. Wie sonst ist es zu erklären, dass in Gesellschaften wie der meinen helle Haut als die universelle „Schönheit“ definiert wird? Aber wir können das ändern. Wir KÖNNEN diesen Überzeugungen entgegentreten, wenn wir dies bewusst tun, wir dürfen uns dabei jedoch nicht persönlich angegriffen fühlen. Wir müssen akzeptieren, dass sich unser Verständnis der Welt verändert, und müssen unser neues Wissen dann besser einsetzen.

Bewusstmachen eigener Privilegien und Vorurteile

Meine persönliche Auseinandersetzung mit Vielfalt, Gleichbehandlung, and Inklusion (Diversity, Equity, Inclusion – DEI) begann vor einigen Jahren als obligatorisches Arbeitstraining. Bis zu jenem Zeitpunkt dachte ich, ich bräuchte kein Training. Ich lernte Einiges über „unbewusste Vorurteile“ und fühlte mich unwohl bei dem Gedanken, dass ich unbewusst und unbeabsichtigt einen anderen Menschen verletzen könnte.

Ich begann, so viel wie möglich über D.E.I. zu erfahren und darüber, wie ich mich als privilegierter Mensch für andere einsetzen kann, die möglicherweise unterdrückt oder marginalisiert werden. Meine Privilegien sind zum Beispiel, in dem Land, in dem ich lebe, geboren zu sein und einen Anspruch auf die amerikanische Staatsbürgerschaft zu haben, mich mit dem gleichen Geschlecht zu identifizieren, das auf meiner Geburtsurkunde steht, eine private Oberschule besucht zu haben und eine Hochschulausbildung absolvieren zu können. Aber ich machte nur langsam Fortschritte und völlig intern.

Foren für regelmäßigen Austausch und DEI-Training

Dann machte das Video von George Floyds Ermordung in Minneapolis, Minnesota, USA, weltweit Schlagzeilen. Damit einher ging ein viel lauterer Ruf nach Gerechtigkeit zwischen Menschen unterschiedlicher Hautfarbe und Herkunft und nach Verbesserungen für alle. Bei der Big West Rotaract MDIO (SWR) haben wir Stunden damit verbracht, unsere eigene Grundsatzerklärung zum Thema „Black Lives Matter“ zu verfassen, weil wir innerhalb unserer eigenen Organisation einen umsetzbaren und dauerhaften Wandel herbeiführen wollten und dabei Verpflichtungen eingegangen sind, die wir einzuhalten beabsichtigen.

Unsere Erklärung war nur der Anfang von dem, was wir vorhaben. Wir haben monatliche offene Foren veranstaltet, auf denen Rotarier und Rotaracter über die Bekämpfung des systemischen Rassismus in unseren Gemeinwesen und Clubs sprechen können. Wir haben ein Forum für Menschen mit schwarzer Hautfarbe, Ureinwohner und People of Color (Black, Indigenous, and People of Color – BIPOC) zu unseren Großveranstaltungen hinzugefügt, auf denen die BIPOC-Gemeinschaft über ihre Erfahrungen berichten kann. Wir haben eine DEI-Einheit als Teil unseres Führungstrainings durchgeführt und einen Ausschuss eingerichtet, der die Aufgabe hat, Ressourcen für Rotaracter zu erstellen, damit diese in ihren Clubs und Distrikten DEI thematisieren können.

DEI auf internationaler Ebene

Wir wussten, dass dieses wichtige Thema weit über Big West Rotaract hinaus von Bedeutung war, aber wie konnten wir Rotaracter auf der ganzen Welt erreichen? Ende 2019 hatten Alia Ali, Mitglied des Rotaract Clubs Surrey-Newton, Kanada, und ich uns bereits für die Ausrichtung eines gemeinsamen Trainings bei der Rotaract Preconvention beworben, bei dem es darum ging, wie man sich als Fürsprecher für DIE engagieren kann.

Anfang Juni 2020, als die Spannungen in der ganzen Welt zunahmen, wurde uns klar, dass das Training wichtiger war, als wir uns je hätten vorstellen können. Als alle Veranstaltungen wegen der Pandemie schließlich virtuell stattfanden, darunter auch die erste virtuelle Rotaract Postconvention, wussten wir, dass wir damit die einzigartige Gelegenheit hatten, unsere Botschaft über das Thema DIE bei Rotary online und für jeden jeder Zeit auf Abruf zu verbreiten.

Lebenslanges Engagement

Wir haben noch eine Menge Arbeit vor uns – in unseren Clubs, in unserer Nachbarschaft und bei uns selbst. Letztendlich wird diese Arbeit nie abgeschlossen sein, und wir sollten die Möglichkeit nutzen, uns kontinuierlich weiterzuentwickeln. Auch wenn wir ganz speziell und bewusst DEI trainieren, sollte DEI in der Praxis Teil von allem sein, was wir tun, einschließlich aller Gespräche, die wir innerhalb oder außerhalb von Rotary führen.

Außerdem sind die Personen, die an DEI-Trainings teilnehmen, in der Regel ja bereits für das Thema sensibilisiert. Wie bringen wir aber die Menschen, die sich der Probleme nicht bewusst sind, dazu, sich für DEI zu interessieren? Wie können wir weiterhin auf Veränderungen hinarbeiten, lange nachdem die entsprechenden Hashtags in den sozialen Medien wieder verschwunden sind?

Ein Versprechen

Wir werden weiterhin tun, was getan werden muss, und werden nie damit aufhören. Wir versprechen, uns Tag für Tag für dieses Thema einzusetzen, an uns selbst zu arbeiten und DEI im Umgang mit andere zu fördern, sowohl im Privaten, als auch in der Öffentlichkeit.


Rotarys Grundsatzerklärung zu Vielfalt, Gleichbehandlung und Inklusion

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