Warum unser Club auf Gleichstellung setzt

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Mann und Frau im Wechsel: Knut Ebel gratuliert im Sommer 2016 Präsidentin Stefanie Kämpf zur Amtsübernahme. Ein Jahr später war er selbst „dran“.

Von Christoph Ahlmann-Eltze, Präsident des Rotary Clubs Bordesholm in Deutschland

Unser Club wurde vor 10 Jahren gegründet, und von Anfang an war die Gleichstellung der Geschlechter eine Priorität. Wir wählen abwechselnd eine Clubpräsidentin und einen Clubpräsidenten, und wir sorgen dafür, dass Männer und Frauen die gleichen Rechte und Pflichten haben. Dies war nicht immer der Fall in den Clubs in meiner Region. Aber wenn wir als Organisation vorankommen wollen, muss so etwas zur Norm werden. Wie wir das geschafft haben? Erfahren Sie mehr…

 

Ich bin erst seit fünf Jahren Mitglied im Club, aber meine Clubfreunde erzählten mir, wie das bei uns alles begann. In unserer Nachbarschaft gab es zwei Rotary Clubs, einen, der bereits 1951 gegründet wurde, und einen neueren, der 1999 gegründet wurde. Keiner der beiden Clubs hatte weibliche Mitglieder. Einige Frauen, die sich für Rotary interessierten, trafen sich und beschlossen, nicht dem Inner Wheel Club beizutreten (Clubs in einigen Regionen, die für Ehefrauen männlicher Rotary-Mitglieder bestimmt waren). Stattdessen gründeten sie einen neuen Rotary Club.

Rotation der Führungskräfte

Mit Hilfe von zehn männlichen Mitgliedern gründeten diese acht Frauen am 30. Juni 2008 den Rotary Club Bordesholm. Von Anfang an haben sie festgelegt, dass die Aufgaben im Club zu gleichen Teilen von Männern und Frauen wahrgenommen werden. So liest sich die Abfolge unserer Präsidenten/innen wie eine bunte Reihe: Andrea, Werner, Angelika, Peter, Claudia, Holger, Almut, Klaus, Stefanie, Knut und Annegret. Obwohl wir mit derzeit 34 Mitgliedern kein großer Club sind, läuft der Wechsel prima.

Unsere Meetings sind lebendig und offen. Unsere Familienmitglieder sind mit eingebunden und engagieren sich bei Service-Projekten. In den letzten zwei Jahren haben wir zwei junge Frauen und zwei Männer aufgenommen, und meine Aufgabe ist es, in diesem Jahr drei weitere Kandidaten zu gewinnen. Neulich sprach ich mit einem zukünftigen Mitglied, einem Life-Coach für Familien, der von unserem Club beeindruckt war. Er erzählte mir von einem anderen Club in unserer Gegend, der nur Männer aufnimmt, und sagte: „Deren Zug ist bald abgefahren.“

Service Hand in Hand

Ich bin wirklich dankbar für die Ausgewogenheit und Offenheit unseres Clubs, die uns die Kraft gibt, bei echten „Hands-on“-Projekten wie unserem Apel-Fest buchstäblich Hand in Hand zu arbeiten. Vor kurzem haben wir einen erfolgreichen Antrag auf ein Global Grant für ein Projekt in Lettland gestellt. Das hat die Begeisterung im Club noch weiter gesteigert.

Wie ich auf der Rotary International Convention in Hamburg sehen konnte, erkennen immer mehr Clubs den Nutzen von Vielfalt und Integration. Es scheint sich langsam etwas zu bewegen in den Köpfen und Herzen…


Wie Sie Ihre Mitgliedschaft stärken und die Tatkraft Ihres Clubs erhöhen, erfahren Sie im Online-Kurs Building a Diverse Club im Lern-Center.

 

 

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