Wo Fremde Freunde sind

Eindrücke von der Rotary Convention in Hamburg

Fabian Lenzen

Fabian Lenzen vom Rotary Club Berlin-Adlershof in Aktion am Stand seines Distrikts 1940 

Von Dr. Fabian Lenzen, Rotary Club Berlin-Adlershof

Einmal sollte man Rotary als Rotarier von dieser anderen Seite kennengelernt haben. Denn nirgendwo sonst wird wohl das rotarische Wir-Gefühl so sichtbar, wie in einer Stadt, in der sich weit über 25.000 Freunde zu einem gemeinsamen Fest – der Convention – treffen. Stets erkennbar an Rotary-Rädern auf Polo-Shirts, Anstecknadeln und Mützen und an den im Hamburger Wind flatternden Namensschildern.

Ein ganz besonderes Flair – gänzlich anders als das gelegentliche Klischee etwas steifer Herrenrunden. So zeigt man sich hier eher wie auf einem Kirchentag oder einem Deutschen Turnfest. Mit wirklich jedem kommt man sehr leicht ins Gespräch und das im Englischen ohnehin übliche Du ist Common Sense, man ist eben unter Freunden.

Die RI Convention, bisher war das für mich, wie vermutlich für nicht wenige Rotarier in Deutschland etwas, das irgendwo weit weg stattfindet, wovon eventuell auf der Distriktkonferenz kurz berichtet wird und wobei man nicht so ganz genau weiß, was da eigentlich passiert. Freilich sollte das so eigentlich nicht sein, aber dennoch waren es in meinem Umfeld bisher wenige Rotarier, die von eigenen Convention-Erfahrungen berichten konnten.

Direkt vor der eigenen Haustür

Als dann bekannt wurde, dass die Convention 2019 in Hamburg stattfinden würde, war es für mich klar: Da will ich hin. Wann, wenn nicht dann, wenn dieses Ereignis zum ersten Mal nach Jahrzehnten quasi direkt vor der Haustür stattfindet.

So gab es für mich, als First Time Attendee so einiges zu entdecken. Die große Eröffnung, General Sessions, Break-Out-Sessions, viele rotarische Geschichten, unzählige Projekte an Ständen und in Unterhaltungen, Dienst am Distriktstand und eine große Vielfalt an Begegnungen.

Die Vielfalt der Begegnungen

Eben noch ein Plausch mit einem rotarischen Freund aus den USA am Stand der Wiskey Appreciation Fellowship und gleich drauf mit jemandem aus Nepal, dem ich berichten konnte, dass ich vor drei Jahren selbst mit Rotary zu einem Projekt unseres Clubs in Nepal gewesen war – natürlich kannte er das Projekt. Wenig später begegnete ich den Inbounds unseres Clubs, die mit anderen spontan einen Tanz auf dem Hof der Hamburger Messe aufführten.

Verbracht habe ich die Tage vor allem mit Freunden aus unserem Distrikt 1940. War ich zwar als Einziger aus unserem Club angereist, so war ich doch in Mitten von benachbarten Clubs und Mitstreitern aus der Steuerungsgruppe des Rotary Kindertages, den die Clubs in und um Berlin Jahr für Jahr im dortigen Zoo veranstalten wunderbar aufgehoben. Zugleich erlebte ich Teile der Convention auch mit meinem Vater, der ebenfalls Rotarier ist – allerding in Hamburg.

Wiederholungstäter in spe

Alles in allem eine großartige Erfahrung rotarischen Gemeinschaftssinnes und Verbundenheitsgefühls. Gleich im nächsten Jahr nach Honolulu fliegen werde ich wohl eher nicht, aber meine letzte Convention das ganz bestimmt nicht…

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